Online-Konsultation: Nachhaltig aus der Corona-Krise

Wie kann Nachhaltigkeit zur Bewältigung der Krise beitragen - und wie kann die Bewältigung der Krise zur Stärkung von Nachhaltigkeit beitragen?  Forschende aller Fachrichtungen sind gefragt, ihre Antworten fließen ein in einen wissenschaftlichen Impuls an die Bundesregierung.

Über die Konsultation

Forschende aller Fachrichtungen sind aufgerufen sich an der Online-Konsultation “Nachhaltig aus der Corona-Krise” zu beteiligen.

Mit vier Leitfragen möchte die wpn2030 Antworten und weiterführende Überlegungen der Wissenschaft anregen zu folgender übergeordneter Fragestellung:

Wie kann Nachhaltigkeit zur Bewältigung der Pandemie beitragen und wie kann die Bewältigung der Pandemie ihrerseits zur Stärkung von Nachhaltigkeit beitragen?

Zu den unten erläuterten Leitfragen können Sie ihre Antworten, Kommentare und Dokumente direkt online einreichen. Dabei können Sie wahlweise einzelne oder mehrere Fragen beantworten. Zudem finden Sie Expert*innen-Interviews auf den Konsultationsseiten, die beispielhafte Zugänge zu den Leitfragen vermitteln.

Die Ergebnisse fließen ein in einen gebündelten wissenschaftlichen Impuls an die Deutsche Bundesregierung, im Rahmen der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Konsultation läuft bis zum 14. Juni.

Und so geht’s: Leitfrage(n) wählen, registrieren, kommentieren.

Mehr Hintergrund-Infos

Frage 1: Können und müssen wir die Konzeption von Nachhaltigkeit weiterentwickeln?

Die Corona-Krise offenbart die Verletzlichkeit unserer gesellschaftlichen Systeme auf drastische Weise. Nachhaltigkeit ist indes seit jeher ein Konzept, das durch das Zusammendenken von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimensionen eine grundsätzlich höhere Resilienz von Systemen verspricht. Insofern ergibt sich die Möglichkeit, dass Nachhaltigkeit durch Hervorhebung etwa des Resilienz-Aspektes in ihrer politischen und gesellschaftlichen Relevanz gestärkt werden kann.

Es stellt sich also die Frage: Können und müssen wir die Konzeption von Nachhaltigkeit weiterentwickeln – etwa mit Hinwendung zur Resilienz –, um Nachhaltigkeit in ihrer Relevanz zu stärken?

Mehr Infos zu Frage 1 finden Sie hier.

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Frage 2: Wo und wie lassen sich nachhaltig systemisches Denken und Handeln in politischen Strukturen und Prozessen weiterentwickeln?

Die Corona-Krise zeigt die vielfältigen Wechselwirkungen unser gesellschaftlichen Systeme wie unter einem Brennglas auf, wie diese mit biologisch-ökologischen Systemen zusammenhängen und welche Herausforderung dies für politische Entscheidungen bedeutet. Die Analyse solcher Zusammenhänge und Herausforderungen sind indes Kernbereiche vieler Forschungsfelder, insbesondere der Nachhaltigkeitsforschung. Gerade hinsichtlich der jetzt vorgeschlagenen und zu entwickelnden Bewältigungsstrategien gilt es daher, diese Analysen einzubringen – insbesondere auch um Wege aufzuzeigen, wie die Politik die daraus folgenden Herausforderungen bewältigen kann.

Es stellt sich also die Frage: Wo und wie lassen sich nachhaltig systemisches Denken und Handeln auch in politischen Strukturen und Prozessen weiterentwickeln?

Mehr Infos zu Frage 2 finden Sie hier.

Frage 2 direkt beantworten

 

 

Frage 3: Welche konkreten inhaltlichen Lösungen – sektoral und sektorübergreifend – sind jetzt gefordert?

Die Corona-Krise zeigt, wie sich neue nachhaltige Handlungsmuster und Innovationen zügig und in der Breite ausbilden könn(t)en, aber auch wie schnell sie wieder durch andere, einseitige und nicht nachhaltig angelegte Priorisierungen verdrängt werden könn(t)en. Derweil liegen zahlreiche Ansätze aus der Forschung vor, um nachhaltige Handlungsmuster und Synergien weiter zu fördern und Rückschläge zu verhindern – auch und gerade durch eine Analyse von Herausforderungen und Zielkonflikten, die sich aus der (mangelnden) Kohärenz sektoraler Politik für Transformationsprozesse ergeben. Die Corona-Krise bietet ein Möglichkeitsfenster, die Ergebnisse dieser Analysen einzubringen.

Es stellt sich also die Frage: Welche konkreten inhaltlichen Lösungen – sektoral und sektorübergreifend – sind jetzt gefordert?

Mehr Infos zu Frage 3 finden Sie hier.

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Frage 4: Wie kann die Wissenschaft zur Krisenbewältigung beitragen und dazu auch einen Austausch zu Nachhaltigkeitsfragen initiieren?

Die Corona-Krise hat auch die Rolle der Wissenschaft neu bewertet und in der Öffentlichkeit noch sichtbarer gemacht. Ihre Vorausschau, Vorsorge, Fakten und intersubjektive Nachvollziehbarkeit von Begründungen sowie Transparenz sind in der Pandemie zentral für politische Handlungsentscheidungen und deren Verständnis und Akzeptanz in der Gesellschaft. Auf diesen Erfahrungen kann die Wissenschaft künftig aufbauen, um sich effektiver in gesellschaftliche Herausforderungen einzubringen, insbesondere für Nachhaltigkeitsfragen. Dafür gilt es allerdings Analysen und Methoden stetig weiterzuentwickeln, um der Pluralität von Problemstellungen gerecht zu werden. Hier ist die Wissenschaft gefragt, sich selbst zu reflektieren und gegebenenfalls Veränderungen im Wissenschaftssystem und der Wissenschaftspolitik anzustoßen.

Es stellt sich also die Frage: Wie kann die Wissenschaft zur Krisenbewältigung beitragen und dazu auch einen Austausch zu Nachhaltigkeitsfragen initiieren?

Mehr Infos zu Frage 4 finden Sie hier.

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Kontakt

Bei Fragen und Anregungen rund um die Konsultation, kontaktieren Sie uns gerne jederzeit per E-Mail oder auch telefonisch.

Dr. Konar Mutafoglu
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
0331 28822 482
konar.mutafoglu@iass-potsdam.de

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